ist der Ort. Wo man nahekommt, ohne sich zu berühren.
Dort, wo zwar der gute Wille am Werk ist, aber
lediglich den Kontrast sichtbar macht. Man geht aufeinander zu, jeder bleibt
doch zu Hause. Man kommt zusammen, um zu sehen, dass das nicht geht. Man ist
auf dem gleichen Grund Hintergrund zueinander. Die beiden Seiten des Mondes
sind am gleichen Ort. Der Andere ist so real und gleich abwesend.
Die Sehnsucht ist da, wer ist aber der andere? Die,
die Trost suchen, bekommen die Bitterkeit zurück. Der gute Wille spürt die
Grenze und ihre Unüberschreitbarkeit. Die andere Seite ist so nah und fern. Die
große Unübersetzbarkeit entleert den Raum.
Wenige verwirrte Wesen wechseln zwischen den Seiten.
Doch vergessen sie beim Aufenthalt einer Seite die andere gleich. Die stummen
Nomaden. Man weiß das wenigstens, dass die beiden Seiten unübersetzbar bleiben.
Eine Brücke der Unübersetzbarkeit? Fern den beiden und einsam. In der
Einsamkeit des Seitenspringers. Wie verhält sich die Übersetzung einer Unübersetzbarkeit?
Ein Sprachlossein in Ermangelung großer Lösungen? Eine Übersetzung der kleinen
Schritte im geschichtlichen Prozess vielleicht? Haben wir die Lust und den
Drang dazu?
Julischka Stengele übergab in ihrer Performance in der 20 Jahre Feier von
Soho in Ottakring jeweils eine Perle
aus ihrem Mund in die Weingläser und servierte sie zu den eingeladenen Gästen.
Würden Sie aus einem von diesen Gläsern trinken?
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